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Ich glaube, irgendwas stimmt mit mir nicht.

Lange Zeit dachte ich mir diesen Satz.

Schon immer war ich wie ein Fähnchen im Wind. Immer sprunghaft und nie konnte ich mich so richtig auf eine Sache festlegen.

Habe dieses ausprobiert. Jenes ausprobiert.

War Feuer und Flamme und nach kürzester Zeit schon wieder nicht mehr daran interessiert.

Beachtete die Sache mindestens ein dreiviertel Jahr nicht, um dann festzustellen, dass es doch genau das ist, was ich toll finde und immer machen möchte.

… Um es dann nach zwei Wochen wieder langweilig zu finden.

Mir ist ein Rätsel, wie ich es schaffe, nun schon seit achteinhalb Jahren ein glückliche Beziehung zu führen, aber das ist im Großen und Ganzen auch die einzige feste Konstante in meinem Leben.

Mit dir ist alles gut!

Falls du dich jetzt (auf deine persönliche Art und Weise) in den vergangenen Zeilen wiedergefunden hast, dann ist mit dir alles gut. Eigentlich sogar ganz wunderbar.

Du gehörst wahrscheinlich einfach nur zu der Gruppe Menschen, die man als Scanner bezeichnet.

Willkommen im Club!

Wir Scanner lieben die Vielfalt, die uns das Leben bietet. Es gibt so viele Hobbies, Themen und Berufe, die es sich lohnt auszuprobieren. Überall gibt es so viel zu entdecken.

Dabei durchlaufen wir eigentlich immer den gleichen Prozess: Kennenlernen, All-in gehen, alles aufsaugen, es ausprobieren und voll auskosten, um es dann wieder loszulassen.

Dabei ist das gar keine Schwäche, sondern eine ganz große Stärke.
Gerade in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, in der konstanter Wandel so gegenwärtig ist wie nichts anderes, ist es sehr wertvoll, sich in vielen Bereichen auszukennen.

Lange Zeit war mir das gar nicht bewusst. Ich konnte nicht verstehen, wie Menschen sich immer nur den gleichen Themen und Hobbies widmen können und diese quasi nie austauschen.
Ich habe es auch versucht. Wirklich! Aber ich langweilte mich einfach ganz schnell wieder.

Ich kann ne ganze Menge, aber nichts so richtig.

Ich habe mich nie so recht verstanden. Manchmal fühlte ich mich ein bisschen wie ein Depp. Ich kann zwar bei ganz vielen Dingen und Themen mitreden und unterstützen, aber bin ich nahezu keinem Bereich auf dem Level eines Profis.

Heute sehe ich das Ganze ein bisschen anders. Gerade mache ich mich selbstständig als Virtuelle Assistentin. Und das wäre mir ohne das Scanner-Dasein sicher deutlich schwerer gefallen. Ich habe so viele verschiedene Bereiche, die ich abdecken und anbieten kann. Einfach, weil ich mich darin eingearbeitet habe. Sie selbst ausprobiert und getestet habe und sie verstehen wollte.

Ich habe selten aufgehört, weil ich etwas generell blöd fand, sondern eigentlich immer, weil es wieder Zeit war für etwas Neues. Nicht, dass ich immer aktiv nach dem Neuen gesucht hätte – es kam einfach immer auf irgendeinem Weg zu mir.

Und da kommen wir zu dem großen Geschenk dahinter:
Gerade im Dienstleistungsbereich kann es viele Türen öffnen.

Ein Beispiel aus meinem Leben als Virtuelle Assistentin:
Für eine Kundin schneide ich zum Beispiel ihren Podcast und kümmere mich um alles Technische, wie z.B. den Upload. Darüber hinaus kann ich ihr aber noch Tipps geben, wie sie Social Media in dem Rahmen nutzen kann und sollte, kann mich mit ihr über Coaching-Themen austauschen und weiß zudem, wie sie kurze Clips für Instagram zusammen schneiden kann.

Und das ist nur ein kleines Spektrum unserer Zusammenarbeit.

Und das geht in den unterschiedlichsten Bereichen. Ich bin gelernte Altenpflegerin. Habe aber in dem Rahmen viele Bereiche durchlaufen, in denen ich mit meinem Titel arbeiten konnte. Auch da – stetiger Wechsel. 😉 Aber dadurch konnte ich immer viel zur ganzheitlichen Versorgung beitragen. Ich kannte sowohl die Arbeit im Altenheim, als auch im Krankenhaus. Habe in einer Arztpraxis gearbeitet und dort die Abläufe verstanden und bin später als Leasingkraft von einem Heim zum anderen gesprungen, brauchte keine große Einarbeitung und wusste, wie der Hase läuft. Immer mit äußerst positivem Feedback.

Es ist also ganz gleich, ob selbstständig, angestellt oder privat. Wenn man sich selbst erstmal verstanden hat, dann macht das sogar richtig Spaß.

Wir Scanner mögen einfach nur keine Langeweile. Und darum kümmern wir uns ganz wunderbar und intuitiv. 😛

Es ist okay, anders zu sein

Wichtig ist nur, sich nicht selbst verrückt zu machen und sich so anzunehmen, wie man ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer so einfach getan, wie gesagt ist. Aber man kann es lernen.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Text ein bisschen Mut geben und dir zeigen konnte, dass diese Eigenschaft eigentlich eine total geniale ist. Lass dich einfach darauf ein.

Und vor allem: Enjoy the Ride!

 

Hier nur ein paar Stationen aus meinem Leben:
Links: Als Vertriebspartnerin im Networkmarketing und als Tierfotografin
Mitte: ‚Schwester‘ Vanessa
Rechts: Mein erster Podcast und mit meinem Zertifikat als Hypnotherapeutin